Europapolitik setzt auf verschärfte Maßnahmen zum Klimaschutz


Die Europäische Union (EU) will nachhaltiges Wirtschaften massiv fördern. Dazu hat die EU- Kommission bereits mehrere Initiativen auf den Weg gebracht. Im Jahr 2014 kam die Berichtspflicht zur nicht finanziellen Geschäftsentwicklung. Im Jahr 2018 veröffentlichte die Kommission den Aktionsplan zur Finanzierung von nachhaltigem Wachstum, eine Strategie zur weiteren Verknüpfung von Finanzen und Nachhaltigkeit.


Im Jahr 2019 wurde die EU-Taxonomie zur Definition klimabezogener, umwelt- und sozialpolitisch nachhaltiger Tätigkeiten präsentiert. Die Taxonomie soll im EU-Recht verankert und damit eine Grundlage geschaffen werden, um dieses Klassifikationssystem in verschiedenen Bereichen einzusetzen – zum Beispiel bei der Definition von Normen und Kennzeichen oder zur Unterstützung umweltfreundlichen Wirtschaftens.


Die Politik wird wie in der Vergangenheit der Taktgeber in Sachen Nachhaltigkeit sein. Die Pläne für die nächsten Jahre deuten darauf hin, dass den Unternehmen mehr in umweltfreundlichem Handeln und in Sachen Transparenz abverlangt wird.


Der zu Jahresbeginn 2020 vorgestellte EU Green Deal fasst alle bisherigen Konzepte in einem Rahmenwerk zusammen. Priorität besitzen drei Ziele, für deren Erreichung ein Bündel von Maßnahmen und Plänen vorgestellt wurde: Verringerung der Treibhausgasemissionen in den Jahren 1990 bis 2030 um mindestens 50%, möglichst 55%; Erreichen der Klimaneutralität bis zum Jahr 2050; Entwicklung einer möglichst umfassenden Kreislaufwirtschaft.